Pädagogische Orientierung

Situationsorientierter Ansatz mit Elementen der Reggiopädagogik

Wir stehen für ein bedürfnisorientiertes Arbeiten mit Kindern und tragen die Überzeugung in uns, dass Kindern in den ersten 3 Lebensjahren in den Bereichen Wahrnehmung, Bewegung und Partizipation Möglichkeiten geboten werden müssen, sich auszuprobieren und an ihren Herausforderungen wachsen zu können.
Daneben stehen eine beziehungsvolle Pflege und eine
bewusste, abwechslungsreiche Ernährung.
Als Basis für unsere Arbeit legen wir großen Wert auf eine langsame und am Kind orientierte Eingewöhnung. Diese ist auf fünf wichtigen Säulen aufgebaut:
#Vertauen
#Elternbegleitend
#Bezugspersonenorientiert
#Zeit
#Abschiedsbewusst

Bild vom Kind

HUNDERT SPRACHEN HAT DAS KIND
Und es gibt Hundert doch
Ein Kind ist aus hundert gemacht,
Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände,
hundert Gedanken,
hundert Weisen zu denken,
zu spielen, zu sprechen.
Hundert, immer hundert Weisen
Zu hören, zu staunen, zu lieben. Hundert Freuden
zum Singen,
zum Verstehen.
Hundert Welten zu entdecken, hundert Welten zu erfinden, hundert Welten zu träumen.
Ein Kind hat hundert Sprachen,
(und noch hundert und hundert,…) aber neunundneunzig werden ihm geraubt. Die Schule und die Kultur
trennen ihm den Geist vom Leib.

Man sagt ihm, es soll
ohne Hände denken,
ohne Kopf handeln,
nur hören und nicht sprechen, ohne Freuden verstehen,
nur Ostern und Weihnachten staunen und lieben.
Man sagt ihm, es soll
die schon bestehende Welt entdecken. Und von hundert Welten werden ihm neunundneunzig geraubt. Man sagt ihm, dass
Spiel und Arbeit, Wirklichkeit und Fantasie, Wissenschaft und Vorstellungskraft, Himmel und Erde,
Vernunft und Träume Dinge sind, die nicht zusammenpassen.
Ihm wird also gesagt,
dass es Hundert nicht gibt.
Ein Kind aber sagt:
„Und es gibt Hundert doch.“ (Loris Malaguzzi)

Die Hundert Sprachen der Kinder sind hundert Weisen, Welt zu verstehen, zu interpretieren und den Beziehungen zur Welt und zu anderen Menschen, sowie der eigenen Identität Ausdruck zu verleihen. Die Erwachsenen haben eine große Verantwortung, die Kinder bei dieser Entfaltung ihrer hundert Sprachen zu unterstützen.
(Forum Reggio Austria)

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun.
Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann.“
(Astrid Lindgren ´97)